Info für Wwoofer

WWOOF ist ein weltweites Netzwerk aus Freiwilligen HelferInnen (WWOOFerInnen) und ökologisch bewirtschafteten Höfen. WWOOFerInnen werden in den Lebensalltag auf WWOOF-Höfen eingebunden, helfen freiwillig mit und können so Wissen über ökologische Landwirtschaft, Gartenbau und Selbstversorgung auf dem Land aus erster Hand erhalten und eigene Erfahrungen sammeln. WWOOF-Deutschland gibt eine Liste der beteiligten Höfe in Deutschland heraus (online und gedruckt), die von WWOOFerInnen genutzt wird, um selbständig Aufenthalte auf Höfen zu vereinbaren.

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Wir haben dieses Jahr ( 2017 ) mit Wwoof begonnen und haben so super tolle Erfahrungen machen dürfen. Großes Lob an unsere ersten Wwoofer, die sicher auch das ein oder andere mal Geduld mit uns haben mussten ;-)

Nach anfänglicher "Scheu" vor veganer Küche bin ich doch recht schnell in die Sache rein gekommen. Sogar unsere liebe Nachbarin hat für kleine Hof-Events an unserer Feuerschale veganen Apfelkuchen dazu beigesteuert. Hier wird spontan bei fast jedem Wetter gegrillt.

Wir wohnen in einem sehr kleinen Ortsteil wo Nachbarschaftshilfe sehr groß geschrieben wird. Das bedeutet auch, dass nach einem Sturm alle zu den Nachbarn ausrücken und umgefallenen Bäume weg räumen dürfen. Das ist hier so in Oppeln, man hilft sich.

 

Ansonsten leben wir hier in und mit der Natur, mit unseren Tieren und bauen so nach und nach einen kleinen Selbstversorger Hof auf.

Wir haben noch viele Ideen und wollen in den nächsten Monaten noch eine kleine Wohnung für Wwoofer und andere Gäste ausbauen.

 

Derzeit arbeiten wir viel im Permakulturgarten und haben schon so einiges geerntet. Unser Plan ist voll aufgegangen: Wir brauchen kein Salat und Gemüse mehr kaufen. Stand Juni 2018. Wir ernten fleißig Kopfsalat, Mairüben, Brokkolie und bald Spitzkohl und Blumenkohl.

Unsere Tomaten machen sich gut und auch die Stangenbohnen machen Fortschritte.

 

Wir probieren so einiges noch in den Griff zu bekommen z.B. unsere Brennesseln und anderes tolle. Derzeit ist die Versorgung der Tiere recht zeitaufwendig, aber später im Jahr werden auch alle etwas Pflegeleichter.

 

 

 

Unser Wohnwagen für WWOOFer

 

Klein aber fein

 

Schönes Badezimmer ist im Haus und gut über den Nebeneingang erreichbar.

Im Haus ist ein Gästezimmer für zwei Personen nett eingerichtet.

 

Wer mag, kann auch gerne im eigenen Zelt schlafen. Wir haben sehr schöne Plätzchen auf dem Hof.

 

Die gemeinsamen Mahlzeiten werden im Haus oder im Hof genossen.

Wir sind bekennende Ganz-Jahres-Griller, unsere Feuerschale mit Dreibein ist oft in Betrieb.

 

 


Um möglichen Überraschungen und Unstimmigkeiten aus dem Weg zu gehen ein paar Infos zu unserem Hof.

 

Wir hatten auch dieses Jahr  (2018) tolle und auch weniger tolle Erfahrungen machen dürfen.

Bei uns beginnt der Tag unter der Woche um 7 Uhr mit Frühstück, gegen 13 Uhr kleines Mittagessen und für den Abend wird normalerweise lecker gekocht. Aufgrund der Erfahrungen in diesem Jahr möchten wir darauf hinweisen, dass der Tagesbeginn mit 7 Uhr der Rythmus von unserem Hof ist und nicht zur Diskussion steht. Wer das nicht möchte, ist bei uns falsch. Wwoofen bedeutet, in den Alltag mit eingebunden sein.

Am Vormittag stehen klar Füttern, Wasserversorgung und Ställe misten im Vordergrund. Wenn es gut läuft ist das in rund 2-3 Stunden erledigt. Es ist auch tägliche Gartenarbeit zu erledigen, je nach Jahreszeit. Der Sommer ist recht trocken und da macht mit Frischwasser das Wassergeflügel etwas mehr Arbeit. Die Süßen danken es einem mit fröhlichem Geschnatter.

Es sind auch immer mal ganz süße Hasenkinder auf dem Hof. Die werden am liebsten gestreichelt wenn sie satt sind. Was nicht bedeutet das Ihr streichelt und ich fütter. Nein, erst wenn sie satt sind (Hasen fressen sehr viel) und alle anderen glücklich, dann können Häschen gekrault werden. Wir haben ganz verschiedene Tierarten auf dem Hof. Für uns sind alle gleichwertig, diese Einstellung erwarten wir auch von Euch. Klar hat man seinene Lieblinge, aber trotzdem werden die anderen auch gefüttert. Es tut mir schon fast leid so was zu schreiben.... aber es sorgt für Klarheit.

Wir erwarten von Euch, dass alle Tiere mit Respekt behandelt werden. Eigentlich selbstverständlich, musste ich aber in diesem Jahr schon zu oft erwähnen. Leider. Es leben auch viele Schwalben auf dem Hof. Hier dulden wir es auf keinen Fall, dass diese Nachts mit irgendwelchen Versuchen sie zu streicheln aufgescheucht werden. Auch hier ist Respekt gefordert.

Ich schweife ab...  Wenn das "Pflichtprogramm" erledigt und der Hof sauber ist, könnt ihr gerne was unternehmen oder wir machen Sonderarbeiten auf dem Hof um weiter voran zu kommen. Derzeit ist der Garten ein großes Thema und bald das große Ernten, Verarbeiten und Haltbarmachen der Ernte. Bei guter Witterung werde ich auch filzen und andere Sachen mit Wolle machen. Da kann man gerne lernen und mitmachen.

Wir leben hier recht einsam. Oppeln bietet so ziemlich nichts bis auf eine gute Eisdiele und zwei Briefkästen. Wer ein Auto dabei hat ist mobil, für die anderen sind Fahrräder da. Es gibt auch kaum öffentlichen Nahverkehr, wir leben hier wirklich am Arsch der Welt. Der nächste Ort in 12 km ist Cadenberge, nur zur Info, es ist nicht Hamburg, nein.....  aber wir haben eine Einkaufsmöglichkeit. Der Name unseres Hofes läßt es auch erahnen....  hier ist viel Natur. Wenn ich unterwegs bin, könnt ihr gerne mitfahren, aber ich bin nicht der Chauffeur. Sorry

 

Was uns auch noch auf dem Herzen liegt.

Wir beantworten gerne alle Fragen rund um den Hof und unsere Tiere, soweit wir eine Antwort haben. Schafe züchten wir schon seit 30 Jahren, Hühner sind auch schon seit langem bei uns, aber die Rinder und das Wassergeflügel sind neu.

Was wir nicht mögen sind, für uns, komplett sinnfreie Fragen wie: In welchem Fall werdet ihr eure Hunde essen? Nach wieviel Monaten der Abgeschiedenheit werdet ihr auch die Hunde und die Katze essen?  Entschuldigung, aber das geht garnicht. Wir haben sehr liebenswerte Hunde, nur mal am Rande. Da werden sich dann recht bald die Wege trennen, das ist nicht unsere Liga.

Da wir eine Nutztier Arche sind, wird bei uns nach rassetypischen Merkmalen gezüchtet und auch selektiert. Selektion bedeutet in der Regel schlachten oder in seltenen Fällen verkaufen. Auch das wird nicht diskutiert.

Wir kennen auch nicht jeden Wirkstoff in einem eingesetzten Medikament. Das ist normal, dass man den nicht kennt. Wen es interessiert kann gerne die Packung lesen, aber bitte nicht nerven. 

Bitte nicht vergessen, ihr seit auf einem kleinem Selbstversorger Hof. Das steht ganz klar in unserem Profil und man merkt es auch hier auf unserer Homepage.

Wir machen das alles weil wir Spaß daran haben. Aber für diesen Spaß geht Frank arbeiten und ich arbeite dafür von zuhause aus.

Auch wir persönlich erwarten Respekt von euch, genauso wie ihr Respekt erwartet.

 

So, den ein oder anderen habe ich nun sicher vergrault. Das war aber nicht der Plan. Wer bei den ganzen Punkten schmunzelt und eventuell sogar lacht, ist hier willkommen. Wer sich aber persönlich betroffen fühlt, sollte sich dringend einen anderen Hof zum wwoofen suchen.

Ihr seht, als Hof macht man auch sehr interessante Erfahrungen.

 

Wwoofen ist ein Abenteuer, lasst euch darauf ein....  und ihr werdet viel Spaß und ein paar Blasen dabei haben.

 

 

Bin mal gespannt ob ich ein Feedback dafür bekomme.

 


Winterlich und schön


Abendstimmung auf dem Hof